Abkündigung von Kostensenkungen sorgt für UnsicherheitDeutsche Fahrschulen beklagen massiven Einbruch von Anmeldezahlen zum Führerschein

Die Fahrschulen in Deutschland beklagen einen massiven Einbruch der Anmeldezahlen zum Führerschein, seitdem das Bundesverkehrsministerium Maßnahmen für sinkende Kosten angekündigt hat.
Die Fahrschulen in Deutschland beklagen einen massiven Einbruch der Anmeldezahlen zum Führerschein, seitdem das Bundesverkehrsministerium Maßnahmen für sinkende Kosten angekündigt hat. Die Ankündigung habe zu "massiver Verunsicherung geführt", erklärte der Interessenverband Moving am Montag. Eine Umfrage unter mehr als 2400 Fahrschulen habe "anhaltend drastische Einbrüche bei Neuanmeldungen, erhebliche Umsatzeinbußen und wachsende Existenzbedrohung für viele Betriebe" ergeben.
Gut 84 Prozent der befragten Fahrschulen meldeten demnach seit November 2025 einen Rückgang der Führerschein-Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Schnitt seien die Anmeldungen um über 54 Prozent zurückgegangen. Und: "Auf die Frage nach den Ursachen für den Einbruch nennen 91,85 Prozent der Fahrschulen ausdrücklich die angekündigten Reformen des Bundesverkehrsministeriums zur Senkung der Führerscheinkosten als zentralen Grund."
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte im Oktober eine Reform des Führerscheins ankündigt und einen "günstigeren Führerschein" in Aussicht gestellt. Medienberichte über einbrechende Neuanmeldungen zum Führerschein bewegten Schnieder dann im Dezember dazu, ausdrücklich davor zu warnen, auf einen billigeren Führerschein zu warten. Die Umsetzung der Maßnahmen werde noch dauern, hieß es dann.
"Doch das Rückrudern kam zu spät: Die Verunsicherung unter Fahrschülern und Fahrschulen war längst da und hält bis heute an", kritisierte Moving nun. Zugleich fehle weiterhin ein konkreter Plan, wie und in welcher Höhe die Kosten für den Führerschein gesenkt werden sollen.