Bundesbank-PrognoseDeutsche Wirtschaft dürfte im Sommerquartal stagnieren

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden Sommerquartal voraussichtlich stagnieren. Im dritten Quartal könnte die Wirtschaftsleistung auf der Stelle treten, heißt es im jüngsten Monatsbericht, den die Bundesbank am Donnerstag veröffentlichte.
"Die trüben Aussichten für den Welthandel, die noch schwache Auftragslage und die niedrige Auslastung vorhandener Kapazitäten dürften die Investitionstätigkeit der Unternehmen weiter beeinträchtigen", heißt es darin. Vom Bau kämen voraussichtlich noch keine starken Impulse für die Konjunktur. Zudem bremsten gedämpfte Aussichten am Arbeitsmarkt und eine nachlassende Lohndynamik den privaten Konsum. Auch die Dienstleister blieben insgesamt ohne Schwung.
"Von der Industrie dürften im dritten Quartal noch keine Wachstumsimpulse ausgehen", schätzt die Bundesbank. Der Juni sei schwach gewesen und danach sei die Industrieproduktion mit einem niedrigen Niveau in das Sommerquartal gestartet. Die Kapazitätsauslastung habe sich weiter erhöht, nachdem sie bereits im Quartal zuvor etwas zugenommen habe. "Sie befindet sich jedoch weiterhin deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt." Der private Konsum werde voraussichtlich "schwunglos" bleiben.