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Studie der BundesbankDeutsche bezahlen Einkäufe erstmals häufiger bargeldlos als mit Bargeld

17.06.2026, 12:08 Uhr
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(Foto: imago / Zoonar.com / Robert Kneschke)

Im vergangenen Jahr haben die Bürger in Deutschland ihre täglichen Einkäufe zum ersten Mal häufiger bargeldlos bezahlt als mit Geldscheinen und Münzen.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Bundesbank zum Zahlungsverhalten zeigt, dass 55 Prozent aller erfassten Einkäufe im vorigen Jahr bargeldlos bezahlt wurden. Der Trend hin zu bargeldlosen Zahlungen setzt sich damit fort. Bargeld war dennoch weiterhin das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel, wie Bundesbankvorstandsmitglied Burkhard Balz erläuterte. Laut Studie wurde Bargeld für 45 Prozent aller Zahlungen verwendet. Dies sind sechs Prozentpunkte weniger als im Jahr 2023. Die Debitkarte kam mit 26 Prozent am zweithäufigsten zum Einsatz. Die mit Abstand meistgenutzte Debitkarte war die Girocard. Auf Platz drei der am häufigsten eingesetzten Zahlungsmittel folgten mobile Verfahren wie etwa das Bezahlen mit dem Smartphone. Mobile Verfahren wurden für zehn Prozent aller Zahlungen genutzt, das sind vier Prozentpunkte mehr als im Jahr 2023. Internetbezahlverfahren haben ihren Anteil im Vergleich zum Jahr 2023 auf sechs Prozent verdoppelt.

BARGELD NAHEZU ÜBERALL AKZEPTIERT Die Studie zeigt, dass Bargeld nahezu überall akzeptiert wird. Bei Einkäufen vor Ort konnten die Befragten in 94 Prozent der Fälle mit Scheinen und Münzen bezahlen. Im öffentlichen Personennahverkehr und an Selbstbedienungskassen im Einzelhandel wird Bargeld jedoch seltener akzeptiert. Die Versorgung mit Bargeld bezeichneten die meisten Befragten als gut. Unabhängig von den persönlichen Vorlieben halten es 80 Prozent der Befragten für wichtig, dass weiterhin bar bezahlt werden kann. Vor diesem Hintergrund sei es ein zentrales Anliegen der Bundesbank, Bargeld als kostengünstiges, effizientes und inklusives Zahlungsmittel zu erhalten, betonte Balz.

Die große Mehrheit ist laut Bundesbank zufrieden mit den Zahlungsmöglichkeiten in Deutschland. Trotzdem finden viele Befragte, dass die Akzeptanz von Bargeld und bargeldlosen Zahlungsmitteln verbessert werden könnte, sagte Balz. Eine vollständige Wahlfreiheit sei aktuell nicht gegeben. Die Politik habe das Thema aufgegriffen: Auf europäischer Ebene würden Verordnungsvorschläge verhandelt, die die breite Akzeptanz von Bargeld sowie künftig auch des digitalen Euro sicherstellen sollen.

Quelle: ntv.de, rts

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