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BDEW warnt vor ZeitdruckDeutsches Gas-Speicherziel von 80 Prozent zunehmend gefährdet

21.08.2026, 09:52 Uhr
Ein-Gasspeicher-in-Sachsen-Anhalt-das-erste-Speicherziel-wurde-mehr-als-zwei-Wochen-frueher-als-vorgeschrieben-erreicht
(Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa)

Beim Füllen der deutschen Gasspeicher läuft die Zeit davon. Das Ziel, bis Anfang November einen Füllstand von 70 bis 80 Prozent zu erreichen, wird nach Einschätzung der Energiewirtschaft zunehmend schwer erreichbar.

"80 Prozent ist eine absolut hohe Zahl, wenn wir heute bei 50 Prozent sind. Das ist irgendwann physikalisch nicht mehr möglich", sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), im Deutschlandfunk.

Die Gasspeicher-Füllstandvorgabe sei zwar auf 70 Prozent abgesenkt worden. Dennoch sei auch das eine enorme Herausforderung. Das Ziel sei zwar noch erreichbar - "aber es wird immer enger", führte Andreae aus.

Als einen Grund für die schleppende Befüllung sieht Andreae einen gestörten Marktmechanismus. Normalerweise kauften Händler Gas im Sommer günstig ein und speicherten es für den teureren Winter ein. "Im Moment funktioniert dieser Mechanismus aber nicht, weil wir insbesondere durch den Krieg im Iran, eine Preisentwicklung sehen, die diesen sogenannten Sommer-Winter-Spread nicht ermöglicht", erklärte Andreae. "Es wäre unwirtschaftlich im Moment, Gas vorzuhalten, einzuspeichern." Kein Unternehmen könne dauerhaft mit Verlust einkaufen.

Quelle: ntv.de, dpa

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