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Deutsch-französische ZusammenarbeitDeutschland und Frankreich vertiefen Zusammenarbeit bei nuklearer Abschreckung

16.07.2026, 11:10 Uhr
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Deutschland und Frankreich forcieren Pläne für eine engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung.

Der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat werde dazu am Freitag auf dem Fliegerhorst im nordrhein-westfälischen Nörvenich zusammentreten, sagte ein deutscher Regierungsvertreter am Donnerstag. "Dort werden heute erstmals ein nuklearfähiger französischer Rafale-Jet und deutsche Eurofighter betankt." Das Ganze sei "ein erstes Stück" der Umsetzung zu einer engeren Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung, die Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang März verabredet hätten. Unter anderem werde man aller Voraussicht vereinbaren, dass im Herbst eine erste Beteiligung deutscher Soldaten an einem französischen Atom-Manöver stattfinden werde, hieß es weiter.

Hintergrund ist, dass Deutschland zwar mit den USA bei der nuklearen Abschreckung zusammenarbeitet, aber zugleich die Zusammenarbeit mit den europäischen Atommächten Frankreich und Großbritannien gestärkt werden soll. Auslöser ist, dass unter US-Präsident Donald Trump aus Sicht der Europäer unsicherer geworden ist, wie sehr man sich noch auf die Unterstützung der USA im Kriegsfall verlassen kann.

Es werde auch Verabredungen zu einer verstärkten Zusammenarbeit bei der konventionellen Rüstung geben, hieß es in Regierungskreisen. Dazu gehöre auch die Frage, wie man bei dem teilweise gescheiterten Luftwaffen-Projekt FCAS weitermachen wolle. Dabei wollen Frankreich und Deutschland zwar kein gemeinsames Kampfflugzeug mehr bauen, aber bei dem Leitsystem und bei Drohnen zusammenarbeiten.

Der Sicherheits- und Verteidigungsrat tagt vor dem Zusammentritt des deutsch-französischen Ministerrats am Freitag auf Schloss Augustusburg in Brühl, an dem zahlreiche Ministerinnen und Minister beider Seiten teilnehmen. Merz und Macron werden sich bereits am Donnerstagabend treffen und auch Statements abgeben.

Quelle: ntv.de, rts

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