Schneller und wirksamer auf Krisen reagierenDeutschland und Syrien schließen Vereinbarung zum Katastrophenschutz

Deutschland und Syrien bauen ihre Zusammenarbeit im Katastrophenschutz aus.
Deutschland und Syrien bauen ihre Zusammenarbeit im Katastrophenschutz aus. Eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben am Freitag in Berlin Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und der syrische Minister für Notfall- und Katastrophenmanagement Raed al-Saleh, wie das Innenressort anschließend mitteilte. Das Technische Hilfswerk (THW) soll demnach dem syrischen Ministerium für Notfall- und Katastrophenmanagement helfen, seine Einsatzkräfte besser auszurüsten und Einsatzzentren wieder aufzubauen.
So könnten die Behörden künftig schneller und wirksamer auf Krisen reagieren. hieß es. Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit sei es zudem, mehr Freiwillige einzubinden. Das THW unterstütze dabei, klare Regeln zu schaffen, Einsatzkräfte gut auszubilden und Strukturen dauerhaft zu sichern.
"Wir unterstützen Syrien beim Wiederaufbau - auch im Katastrophenschutz", erklärte Dobrindt dazu. "Ein starker Bevölkerungsschutz macht ein Land widerstandsfähiger gegen Krisen und schafft Stabilität." Dabei werde auf die langjährige Erfahrung des THW beim Aufbau ehrenamtlicher Strukturen zurückgegriffen.
Das THW ist die Einsatzorganisation des Bundes, die vor allem von Ehrenamtlichen getragen wird. Laut Innenministerium engagieren sich dort 88.000 Freiwillige, die Hilfe leisten in Deutschland und weltweit. Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa kommt am Montag zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Bei den Gesprächen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird es auch um Unterstützung beim Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes gehen.