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Streit um Iran-PolitikDonald Trump attackiert Papst Leo erneut

15.04.2026, 12:28 Uhr
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US-Präsident Donald Trump legt im Streit mit Papst Leo über seine Iran-Politik nach.

"Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?", schrieb Trump in der Nacht zu Mittwoch in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Er bekräftigte damit seine Kritik an dem aus den USA stammenden Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Leo hatte sich zuletzt deutlich gegen den von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Iran-Krieg ausgesprochen. Am Dienstag warnte er davor, dass Demokratien ohne moralisches Wertefundament Gefahr liefen, in eine Tyrannei der Mehrheit abzugleiten.

Trump hat die Kritik des Papstes massiv verärgert. Wiederholt überzog er Leo deshalb mit rhetorischen Attacken und forderte ihn auf, sich zusammenzureißen und aus der Politik herauszuhalten. Parallel veröffentlichte er ein KI-generiertes Bild von sich, auf dem er als eine an Jesus erinnernde Figur bei einer Krankenheilung zu sehen ist. Weil er damit auch in den eigenen Reihen für Empörung sorgte, zog Trump das Bild zurück und versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen, indem er erklärte, es habe ihn als Arzt darstellen sollen.

Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen, woraufhin die Regierung in Teheran mit Gegenschlägen reagierte. Westliche Staaten verdächtigen den Iran seit Langem, heimlich nach Atomwaffen zu streben, was das Land jedoch stets zurückgewiesen hat. Ende 2025 und Anfang 2026 sah sich die Führung in Teheran im Iran mit Massenprotesten konfrontiert, die sie brutal niederschlagen ließ.

Quelle: ntv.de, rts

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