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Demo für Ex-Präsident MoralesDrei Polizisten sterben bei Protesten gegen Regierung in Bolivien

12.06.2025, 15:58 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei Protesten von Anhängern des ehemaligen bolivianischen Präsidenten Evo Morales sind im Westen des Landes drei Polizisten ums Leben gekommen. Die Beamten seien bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Stadt Llallagua getötet worden, teilte die Polizei mit. "Wir werden nicht ruhen, bis wir die Verantwortlichen gefunden und vor Gericht gebracht haben", sagte Kabinettschef Roberto Ríos.

Seit Tagen blockieren Anhänger von Morales, der von 2006 bis 2019 bereits drei Amtszeiten lang an der Macht war, zahlreiche Landstraßen in dem südamerikanischen Land. Sie protestieren dagegen, dass der frühere Staatschef nicht zur Präsidentenwahl im August zugelassen wurde. "Wir werden nicht zulassen, dass persönliche Interessen der Wirtschaft und dem Wohl des bolivianischen Volkes schaden", sagte Präsident Luis Arce.

Morales verfügt derzeit nicht über eine ordnungsgemäß eingeschriebene Partei. Zudem hat das Verfassungsgericht des südamerikanischen Landes geurteilt, dass Präsidenten maximal zwei Amtszeiten regieren dürfen und Morales damit praktisch eine weitere Kandidatur untersagt. Außerdem liegt gegen ihn ein Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen vor. Seit Monaten hält er sich deshalb in seiner Hochburg im Department Cochabamba auf, wo er von seinen Anhängern beschützt wird.

Quelle: ntv.de, dpa

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