Druck auf BeitragssätzeArbeitgeberverband BDA fordert niedrigere Krankenkassenbeiträge in Deutschland

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dringt auf niedrigere Krankenkassenbeiträge.
BDA-Präsident Rainer Dulger verwies in der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag auf die Vorschläge der Regierungskommission zur Finanzierung des Gesundheitswesens, die am Montag veröffentlicht worden waren. Die dort aufgezeigten Einsparpotenziale machten sogar Beitragssenkungen möglich, sagte er.
"Die Regierung sollte diese Chance ergreifen", forderte Dulger. Die Vorschläge der Expertinnen und Experten könnten zu Einsparungen von bis zu 42 Milliarden Euro jährlich führen, was die Finanzierungslücke der Kassen von 15 Milliarden Euro für das Jahr 2027 deutlich übersteige.
Dulger drang aber auch auf Reformen in weiteren Bereichen der Sozialversicherung. "Um auf 40 Prozent Sozialabgaben zu kommen, brauchen wir nicht nur Beitragssenkungen in der gesetzlichen Krankenkasse, sondern auch bei Pflege und Rente", sagte der BDA-Präsident. Notwendig sei "mehr Netto vom Brutto für unsere Beschäftigten". Steigende Beiträge seien zudem "eine Beschäftigungsbremse", warnte er. Die Sozialversicherungen werden von Arbeitgebern und Arbeitnehmern weitgehend paritätisch finanziert.