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Bundesbank warntDürre und Niedrigwasser bremsen Erholung der deutschen Wirtschaft

20.08.2026, 12:24 Uhr
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Der Pegel des Rhein ist auf einem Tiefststand. Die Rheinschifffahrt ist durch das Niedrigwasser extrem beeinträchtigt. Es fahren nur noch wenige Schiffe, und die sind mit reduzierter Fracht unterwegs. Burg Pfalzgrafenstein in Kaub am Mittelrhein. Die Sehenswürdigkeit ist eine auf einer Felseninsel im Rhein errichtete frühere Zollburg. Kaub, Rheinland-Pfalz, Deutschland (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Dürre und Niedrigwasser werden nach Einschätzung der Bundesbank die Erholung der deutschen Wirtschaft vorübergehend ausbremsen.

"Im dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung allenfalls noch leicht zulegen", heißt es im Monatsbericht August der Notenbank.

Weil der Warentransport auf dem Wasser derzeit eingeschränkt ist, verzögern sich Lieferungen, steigen Transportkosten und könnte die Produktion ins Stocken geraten. "Dies dürfte die sich gerade festigende Industriekonjunktur vorerst spürbar belasten", schreiben die Bundesbank-Volkswirte.

Auch der Export, der in den vergangenen Monaten wichtigster Treiber für den unerwartet robusten Mini-Aufschwung der deutschen Wirtschaft war, könnte einen Dämpfer bekommen. Das Niedrigwasser belaste die gesamtwirtschaftliche Aktivität im dritten Quartal spürbar: "Der grundsätzlich angelegte konjunkturelle Rückenwind durch die Auslandsnachfrage wird zunächst großenteils ausgebremst."

Der private Konsum wird durch andauernd hohe Energiepreise belastet. Die allgemeine Teuerungsrate, die nach Auslaufen des Tankrabatts im Juli auf 2,8 Prozent sprang, könnte nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten vorübergehend noch weiter ansteigen.

Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die deutsche Wirtschaft besser geschlagen, als angesichts der vielen Krisen zu erwarten war. Nach 0,4 Prozent Wachstum zu Jahresbeginn legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorläufigen Berechnungen zufolge im zweiten Quartal zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu.

Damit befinde sich die deutsche Wirtschaft "nunmehr deutlich erkennbar auf einem Erholungskurs, den auch der Krieg im Nahen Osten nicht ausbremsen konnte", stellt die Bundesbank fest. Am kommenden Dienstag (25.8.) veröffentlicht das Statistische Bundesamt frische Daten zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Frühjahr.

Quelle: ntv.de, dpa

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