Reaktion aus BrüsselEU begrüßt Selenskyjs Vorstoß für direkte Waffenruhe-Gespräche mit Putin

Die EU hat den Aufruf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Russlands Staatschef Wladimir Putin begrüßt, Direktverhandlungen über eine Waffenruhe zu führen.
"Wir begrüßen Präsident Selenskyjs Aufruf zu direkten Verhandlungen sowie die Forderung nach einem Waffenstillstand - und unsererseits werden wir noch einmal die Fakten darlegen, nämlich dass die Ukraine Frieden will und Europa Frieden will", sagte EU-Sprecherin Anitta Hipper am Freitag in Brüssel.
Auch die Bundesregierung äußerte sich zustimmend: "Grundsätzlich begrüßen wir den Brief Selenskyjs", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Zugleich pochte er auf eine "wichtige Rolle" für die europäischen Staaten. "Es darf keine Entscheidung über die Köpfe der Ukraine geben, aber es darf aus unserer Sicht auch keine Entscheidung ohne die Europäer geben", fügte Hille an.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, Selenskys Brief sei eine "gute Initiative". Jetzt sei der Zeitpunkt, um über die "erneute Organisation eines Dialogs über eine Waffenruhe und Frieden" zu sprechen, sagte Macron beim EU-Westbalkangipfel in Montenegro.
Selenskyj hatte Putin in einem offenen Brief Verhandlungen in einem neutralen Staat und eine Waffenruhe für die Dauer der Gespräche vorgeschlagen. Der Kreml entgegnete hierauf, Selenskyj könne zu Gesprächen nach Moskau reisen.