Wegen MenschenrechtsverletzungenEU verhängt Sanktionen gegen 19 iranische Organisationen und Funktionäre

Die EU hat weitere Sanktionen gegen 19 iranische Organisationen und Funktionäre verhängt.
Sie seien für "schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich", erklärte die EU-Außenbeauftragte am Mittwoch in Onlinedienst Bluesky. Die neuen Sanktionen seien ein Signal, "dass die Zukunft Irans nicht auf Unterdrückung aufgebaut werden kann", fügte sie hinzu.
Die EU werde auch während des Iran-Kriegs "ihre Interessen schützen und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die für die Repression" verantwortlich seien, schrieb Kallas. Wer konkret von den Sanktionen betroffen sein wird, führte die EU-Außenbeauftragte nicht aus.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Die EU hat gegen mehrere hundert Organisationen, Unternehmen und Menschen aus dem Iran Sanktionen erlassen. Ende Januar kamen rund 20 hinzu. Die Sanktionen beinhalten neben dem Einfrieren von Vermögen und eine Finanzierungsverbot auch Einreiseverbote. Ende Januar einigten sich die EU-Länder nach jahrelangen Diskussionen zudem darauf, die Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen.