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Neue Unternehmensform geplantEU will mit neuer Rechtsform "EU Inc." Startups schneller wachsen lassen

18.03.2026, 12:39 Uhr
Die-Flagge-der-Europaeischen-Union-weht-vor-wolkenlosem-Himmel-ein-Symbol-fuer-Einigkeit-Frieden-und-wirtschaftliche-Zusammenarbeit-in-Europa
(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Schneller gründen, einfacher Investitionen an Land ziehen: Die neue Unternehmensform "EU Inc." soll Startups beim Wachsen helfen und sie damit in Europa halten.

"Jeder Unternehmer wird innerhalb von 48 Stunden eine Firma gründen können, vollständig digital und von jedem Ort in der Europäischen Union aus", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch. Sie stellte "EU Inc" in Brüssel vor.

Bislang gibt es in den 27 EU-Staaten nach Kommissionsangaben mehr als 60 verschiedene Unternehmensformen, für eine deutsche GmbH gelten andere Regeln als für eine vergleichbare Firma in Frankreich oder Irland. Für kleine Unternehmen ist es deshalb kompliziert, in einem anderen EU-Land einen Standort aufzubauen. Investoren aus anderen Staaten sind bisweilen skeptisch.

Die Kommission will nun eine zentrale Internetseite aufsetzen, wo sich Unternehmerinnen und Unternehmer registrieren können, für maximal hundert Euro und innerhalb von zwei Tagen. Die Informationen sollen nach Vorstellung der Kommission automatisch an nationale Register in allen 27 Staaten fließen. Die neue Firma soll ohne weitere Anträge Steuer- und Umsatzsteuernummern bekommen.

Auch neue Investitionen oder die Übertragung von Anteilen sollen digital abgewickelt werden können. Das Gleiche gilt für Insolvenzen. "Das ermöglicht Gründerinnen und Gründern, innovative Ideen zu testen, und bei Bedarf von Neuem anzufangen", teilte die Kommission mit.

Die Kommission will so verhindern, dass erfolgreiche Startups abwandern und in den USA oder anderswo weiter wachsen und an die Börse gehen - wie in der Vergangenheit der Musikstreamingdienst Spotify oder der Finanzdienstleister Klarna.

Quelle: ntv.de, rts

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