"In 13 Ländern gestoppt"Eingefrorene US-Auslandshilfen: Norwegische NGO muss Minenräumung pausieren

Nach der Ankündigung der USA, fast alle Hilfszahlungen ins Ausland einzufrieren, hat eine norwegische Hilfsorganisation ihre Einsätze zur Minenräumung in 13 Ländern gestoppt. Wie der Leiter der Abteilung für Minen- und Sprengstoffräumung von Norsk Folkehjelp, Aksel Steen-Nilsen, der Nachrichtenagentur AFP sagte, sei der Organisation mitgeteilt worden, dass alle von den USA unterstützen Einsätze pausieren müssten. Dies gelte vorerst, bis die US-Behörden ihre Auslandshilfe überprüft hätten.
Betroffen sind demnach vor allem Aktivitäten der Organisation in Südostasien, im Nahen Osten und in Afrika. Für Länder wie den Irak und Laos seien das besonders schlechte Neuigkeiten, erklärte Steen-Nilsen. "Wir hoffen, dass die US-Regierung ihre Überprüfung so schnell wie möglich abschließt, damit wir unsere lebenswichtige Arbeit wieder aufnehmen können."
In der Zwischenzeit will die Organisation, die in rund 20 Ländern im Einsatz ist, laut Steen-Nilsen ihre Ressourcen neu verteilen und nach neuen Geldgebern suchen. Das koste jedoch Zeit.
Im vergangenen Jahr hatte die Hilfsorganisation von der US-Regierung Unterstützung von 41 Millionen Dollar (39 Millionen Euro) zur Unterstützung ihrer weltweiten Einsätze zur Minenräumung erhalten.
Laut einem internen Schreiben ordnete der neue US-Außenminister Marco Rubio infolge eines von Präsident Donald Trump unterzeichneten Dekrets in der vergangenen Woche an, die komplette US-Auslandshilfe - mit Ausnahme der Unterstützung für Ägypten und Israel - bis zu einer Überprüfung einzufrieren.