Einschätzung zum Nahen OstenAußenminister Wadephul stellt Bevölkerung auf längeren Nahostkonflikt ein

Bundesaußenminister Johann Wadephul stellt die Bevölkerung auf eine längere Dauer des Konflikts im Nahen Osten ein.
"Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können", sagte Wadephul in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Deshalb müsse Vorsorge getroffen werden, "dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen Ländern ermöglicht wird."
Mit Blick auf den Tod des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei erklärte Wadephul, dessen Ende sei "mit Sicherheit gut", sollte damit auch das von ihm geführte Regime enden. Chamenei habe ein "ruchloses" System angeführt, das die eigene Bevölkerung unterdrückt und die Region destabilisiert habe.
Zugleich betonte der Minister, er hoffe weiterhin, dass Teheran auf die Entwicklung von Nuklearwaffen, ballistischen Raketen sowie auf ein schädliches Verhalten in der Region verzichte. "Und darum geht es ja auch bei diesen Militärschlägen", sagte Wadephul.