Energiewende schreitet voranErneuerbare Energien decken im ersten Quartal mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland

Erneuerbare Energien aus Wind, Sonne und Wasser haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs gedeckt.
Ihr Anteil lag bei rund 53 Prozent und damit fast sechs Prozentpunkte höher als im windschwachen Vorjahreszeitraum. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Der Zuwachs ist demnach vor allem auf die deutlich höhere Stromerzeugung aus Windkraft zurückzuführen. Insgesamt erzeugten die Anlagen für regenerative Energien von Januar bis März 73,4 Milliarden Kilowattstunden Strom.
Die Zahlen zeigten, dass erneuerbare Energien die Versorgungssicherheit und Souveränität Deutschlands stärkten, erklärte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Dies sei in der derzeitigen geopolitischen Lage besonders wichtig. Der Iran-Krieg hatte zuletzt die Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas in die Höhe schnellen lassen.
Die Stromerzeugung aus Windenergie an Land legte demnach um rund 28 Prozent zu, die aus Wind auf See um etwa 44 Prozent. Dagegen ging die Produktion aus Solaranlagen wegen ungünstiger Witterungsbedingungen um rund fünf Prozent zurück. Durch geringere Niederschläge sank auch die Erzeugung aus Wasserkraft um etwa 21 Prozent.