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Nach über zehn JahrenErster Direktflug von Deutschland nach Syrien startet

29.07.2026, 11:57 Uhr
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(Foto: dpa)

Nach langer Unterbrechung ist wieder ein Direktflug von Deutschland nach Syrien gestartet.

Ein Airbus A320-200 hob am Morgen aus Düsseldorf in Richtung der syrischen Hauptstadt Damaskus ab, wie die Fluggesellschaft Leav mit Sitz in Köln mitteilte. Nach Angaben der Airline ist es der erste Direktflug nach Syrien nach mehr als einem Jahrzehnt. Der Schritt ist ein weiteres Zeichen, dass sich die Lage in Syrien nach rund 13 Jahren Bürgerkrieg trotz anhaltender Konflikte und Gefahren weiter stabilisiert.

Deutschland und Syrien haben die Wiederaufnahme von direkten Flügen in politischen Verhandlungen vorangetrieben. Vertreter beider Länder unterzeichneten dafür im Juli in Damaskus eine Vereinbarung zum bilateralen Luftverkehr. Damit wurde der rechtliche Rahmen für Direktflüge geschaffen und Fragen etwa zu Flugrechten, der Häufigkeit von Flügen sowie zu Lizenzen, Sicherheit und technischen Details geklärt.

Die Airline Leav plant zunächst zwei Flüge pro Woche mit der Maschine, die für 180 Passagiere Platz hat. Das neue Angebot richte sich vor allem an die große syrische Gemeinde in Deutschland sowie an Geschäftsreisende. Auch andere Fluggesellschaften könnten Syrien nun wieder anfliegen.

In dem Land brach 2011 nach Aufständen gegen den damaligen Machthaber Baschar al-Assad ein Bürgerkrieg aus, bei dem Hunderttausende getötet und weite Gebiete großflächig zerstört wurden. Seit dem Sturz Assads Ende 2024 treibt die Regierung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa eine Öffnung des Landes und eine Annäherung an den Westen voran.

Bis zuletzt galt ein deutsches Flugverbot für Syrien, von dem etwa humanitäre Hilfsflüge oder solche im Auftrag der Vereinten Nationen ausgenommen waren. Das Verbot lief aber vor wenigen Tagen aus. Die Lage habe sich so sehr verbessert, dass kein staatliches Verbot mehr erforderlich sei, teilte das Bundesverkehrsministerium dazu auf Nachfrage mit.

Das Auswärtige Amt warnt aber weiterhin vor Reisen in das Land, unter anderem wegen der Gefahren durch militärische Angriffe, bewaffnete Kämpfe und Anschläge.

Quelle: ntv.de, dpa

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