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Feierliche ZeremonieErzbischöfin von Canterbury in Amt eingeführt

28.01.2026, 17:10 Uhr
The-Confirmation-of-Election-ceremony-legally-confirming-Dame-Sarah-Mullally-as-the-new-Archbishop-of-Canterbury-at-St-Paul-s-Cathedral-central-London-Wednesday-Jan-28-2026
Die Amtseinführungszeremonie, mit der Dame Sarah Mullally am Mittwoch, dem 28. Januar 2026. (Foto: AP)

Sarah Mullally ist bei einer feierlichen Zeremonie in der St.-Paul's-Kathedrale in London als neue Erzbischöfin von Canterbury bestätigt worden.

Sie ist die erste Frau in der Geschichte des höchsten geistlichen Amts der Church of England und gilt damit auch als wichtigste Leitfigur aller anglikanischen Kirchen weltweit. Formales Oberhaupt der Church of England ist König Charles III., der seine Zustimmung zu der Berufung gegeben hatte. Mullally folgt auf Justin Welby, der vor knapp einem Jahr wegen seiner Rolle bei der verschleppten Aufarbeitung eines Missbrauchsskandals seinen Rücktritt ankündigen musste. Nach seinem Ausscheiden war der Posten monatelang unbesetzt.

Mullally betonte während der Zeremonie, sie wolle einer Kirche vorstehen, "die denjenigen immer Gehör schenkt, die ignoriert oder übersehen wurden, darunter Opfer und Überlebende von Missbrauch in der Kirche, die oft im Stich gelassen wurden." Die Kirche stelle sich zudem den Herausforderungen von Gottes Ruf nach Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung.

Mullally ist die 106. Inhaberin des Bischofsamts von Canterbury. Sie gilt als progressiv in Fragen der kirchlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, ist jedoch eine Gegnerin des geplanten Gesetzes zur aktiven Sterbehilfe der Labour-Regierung, das derzeit durch den Gesetzgebungsprozess im Parlament geht. Mullally arbeitete früher als Krankenschwester für Krebspatienten, bevor sie eine Karriere in der Kirche einschlug. Seit 2018 war sie Bischöfin von London. In einem Interview der BBC sagte die 63-Jährige, sie habe sowohl in ihrem vorherigen Beruf als auch in der Kirche Frauenhass erlebt. "Mir ist bewusst, dass es in meiner Rolle wichtig ist, darüber zu sprechen, weil es manche gibt, die nicht unbedingt den Status oder die Macht dieses Postens haben und da zögerlicher sind", sagte Mullally. Sie wolle es zu ihrem Anliegen machen, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder aufblühen könne und das für alle sicher sei, so die Erzbischöfin weiter.

Quelle: ntv.de, dpa

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