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Im Vergleich zum VorjahresmonatErzeugerpreise in der Landwirtschaft fallen so stark wie seit elf Jahren nicht mehr

13.07.2026, 10:45 Uhr
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(Foto: Christian Lademann/dpa)

Der Preisverfall für die deutsche Landwirtschaft hat sich im Mai weiter beschleunigt.

Die Erzeugerpreise für Agrar-Produkte sanken um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über elf Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im April hatte das Minus bei 12,3 Prozent gelegen, im März bei 8,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat gaben die Preise im Mai um 1,5 Prozent nach.

Die Entwicklung auf Produzentenebene kommt meist verzögert über die allgemeine Inflation auch bei den Endverbrauchern an. Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Juni vor allem wegen des Tankrabatts nur 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Mai betrug die Inflationsrate noch 2,6 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich mit 0,4 Prozent unterdurchschnittlich. Viele Experten rechnen für Juli aber wieder mit einer stärkeren Jahresteuerung, da der erneut aufgeflammte Iran-Konflikt die Ölpreise bereits nach oben getrieben hat.

Ausschlaggebend für den Rückgang der Erzeugerpreise im Jahresvergleich waren sowohl pflanzliche Produkte mit einem Minus von 10,4 Prozent als auch tierische Erzeugnisse, die sich um 15,9 Prozent verbilligten. Speisekartoffeln kosteten 53,5 Prozent weniger als im Mai 2025. Auch Obst war mit einem Abschlag von 22,5 Prozent deutlich günstiger zu haben, was vor allem an Tafeläpfeln lag (-33,3 Prozent). Im Gegensatz hierzu verteuerten sich Erdbeeren um 3,3 Prozent binnen Jahresfrist. Getreide kostete dem Statistikamt zufolge 9,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Gemüse stiegen insgesamt um 0,2 Prozent. Allerdings gab es hier gegenläufige Entwicklungen: Während Blumenkohl und Kohlgemüse günstiger wurden, verteuerten sich Tomaten um 28,2 Prozent und Gurken um 21,5 Prozent.

Bei den tierischen Produkten drückten vor allem niedrigere Preise für Milch (-25,3 Prozent) und Schlachtschweine (-19,5 Prozent) die Statistik. Teurer wurden hingegen Eier mit plus 13,6 Prozent. Für Rinder (-6,7 Prozent) und Geflügel (-0,7 Prozent) mussten die Abnehmer weniger bezahlen als ein Jahr zuvor.

Quelle: ntv.de, rts

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