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Arbeitete in mehreren ÄmternEx-Minister in Costa Rica verhaftet: USA fordern Auslieferung wegen "internationalen Drogenhandels"

24.06.2025, 15:15 Uhr
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Im Frankfurter Landgericht wird gegen eine Bande verhandelt, die im großen Stil mit Kokain gehandelt haben soll. (Foto: Christian Charisius/dpa)

In Costa Rica hat die Polizei einen ehemaligen Minister festgenommen, den die USA wegen Drogenhandels vor Gericht stellen wollen. Der 49-jährige Celso Gamboa sei auf Ersuchen der US-Anti-Drogenbehörde DEA festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die USA legen ihm demnach "internationalen Drogenhandel" zur Last und haben seine Überstellung nach Dallas im US-Bundesstaat Texas beantragt.

Gamboa bekleidete in Costa Rica mehrere wichtige Ämter: 2013 war er Geheimdienstdirektor, 2014 wurde er Sicherheitsminister, 2015 stellvertretender Generalstaatsanwalt und von 2016 bis 2018 Richter am Obersten Gerichtshof des zentralamerikanischen Landes.

Vor zwei Wochen war in Costa Rica eine Verfassungsreform verabschiedet worden, die erstmals die Auslieferung von Staatsbürgern des Landes ermöglicht, denen Drogenhandel und Terrorismus zur Last gelegt werden. Gamboa wird nun einer der ersten Betroffenen sein, wie der Chef der Kriminalpolizei, Randall Zuniga, erklärte. Er lobte Gamboas Festnahme als "Meilenstein" und "sehr wichtigen Schritt im Kampf gegen die Kriminalität".

Quelle: ntv.de, AFP

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