UN schlägt AlarmFast 6000 Seeleute sitzen in der Golfregion fest

In der Golfregion sitzen nach UN-Angaben weiterhin fast 6000 Seeleute fest.
Der Direktor der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez, verurteilte am Mittwoch die Angriffe auf mehrere Schiffe in der Straße von Hormus in den vergangenen Tagen. "Diese rücksichtslosen Angriffe haben unschuldige Seeleute erneut in große Gefahr gebracht", erklärte er. Dominguez forderte eine "größtmögliche Zurückhaltung und Deeskalation".
Nach dem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den Washington die Führung in Teheran verantwortlich machte, griff die US-Armee in der Nacht zum Mittwoch mehr als 80 Ziele im Iran an. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in der Region. Beim Nato-Gipfel in Ankara erklärte US-Präsident Donald Trump dann am Mittwochmittag eine eigentlich geltende Waffenruhe im Iran-Krieg für beendet.
Nach dem Beginn des Krieges am 28. Februar hatte Teheran die Straße von Hormus de facto für die Schifffahrt geschlossen. Die USA blockierten ihrerseits iranische Häfen. Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran am 17. Juni kam der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtige Meerenge allmählich wieder in Gang.