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Nahost-KonfliktFinanzminister Lescure: Iran-Krieg kostet Frankreich bis zu sechs Milliarden Euro

21.04.2026, 14:08 Uhr
Roland-Lescure-Minister-of-the-Economy-Finance-and-Industrial-Energy-and-Digital-Sovereignty-attends-a-meeting-with-fuel-distributors-at-Bercy-the-Ministry-of-the-Economy-and-Finance-in-Paris-France-on-April-9-2026
(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs schlagen in Frankreich mit Kosten von vier bis sechs Milliarden Euro zu Buche.

Diese Zahlen nannte Finanzminister Roland Lescure im Hörfunksender RTL. Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten sind die Anleiherenditen stark gestiegen. Allein die daraus resultierenden höheren Kreditkosten belasten den Etat laut dem Minister mit zusätzlichen 3,6 Milliarden Euro. Premierminister Sebastien Lecornu will am Abend neue Hilfen für die Verbraucher in Zeiten der gestiegenen Energiepreise bekannt geben - insbesondere für Bürger, die beruflich auf das Auto angewiesen sind.

Frankreich, das bereits eines der größten Haushaltsdefizite in der Euro-Zone aufweist, kann sich laut Regierung nur gezielte Unterstützungsmaßnahmen für jene leisten, die sie am dringendsten benötigen. Bislang konzentrierte sie sich auf Sprit-Subventionen für den Transportsektor sowie für Fischer und Landwirte.

Die Regierung hat zugesagt, die Auswirkungen der Maßnahmen zur Unterstützung der Haushalte auf den durch den Konflikt ausgelösten Energiepreisschock vollständig auszugleichen. Lescure kündigte an, er werde im Laufe des Tages bei einem Treffen mit Abgeordneten hierzu Pläne zum Einfrieren einiger Ausgaben vorstellen. Er betonte, man werde keine Budgetkürzungen vornehmen.

Quelle: ntv.de, rts

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