Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt beteiligt sich an bundesweiter Opfer-Hotline

Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt zieht das Land Konsequenzen: Ein neues Beratungstelefon soll Betroffenen künftig schnell psychosoziale Hilfe bieten.
Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt beteiligt sich an einem bundesweiten Beratungstelefon für Opfer von Terroranschlägen und schweren Unglücken. Das Kabinett habe einer entsprechenden Bund-Länder-Vereinbarung zugestimmt, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Die Regelung soll zum 1. Mai in Kraft treten und zunächst drei Jahre gelten.
Schnelle Hilfe für Betroffene und Angehörige
Das Angebot richtet sich an Betroffene und deren Angehörige und soll eine schnelle psychosoziale Unterstützung ermöglichen. Betrieben wird die Hotline von einem externen Dienstleister, dessen Fachpersonal auf Psychotraumatologie und Krisenintervention spezialisiert ist. Die Beratung umfasst unter anderem psychologische Erste Hilfe, Stabilisierung und sogenannte Psychoedukation.
"Die Erfahrungen nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 haben deutlich gezeigt, wie wichtig eine rasche und professionelle psychosoziale Hilfe für die Betroffenen ist", sagte Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger (CDU). Mit der Beteiligung am gemeinsamen Bund-Länder-Beratungstelefon wolle das Land vorsorgen und die Opferhilfe weiter stärken. Zugleich unterstreiche Sachsen-Anhalt damit den Anspruch, Betroffenen zur Seite zu stehen.
Mehrere Länder beteiligt
Neben Sachsen-Anhalt beteiligen sich unter anderem Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein sowie Bayern und Thüringen an der Vereinbarung.
Im Land selbst übernimmt die Zentrale Anlaufstelle für Opfer von Terrorismus und Großschadensereignissen die Koordination. Sie ist dem Justizministerium zugeordnet und arbeitet eng mit der Landesopferbeauftragten zusammen.