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Statistisches BundesamtFirmeninsolvenzen steigen auf höchsten Stand seit 14 Jahren

10.07.2026, 09:59 Uhr
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Die Zahl der Firmenpleiten hat auch im April zugenommen.

Die Amtsgerichte registrierten 2276 Unternehmensinsolvenzen, das waren 7,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Dies sei der höchste Stand seit 14 Jahren und "ein weiterer trauriger Rekord", erklärte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Die Berichte der Unternehmen verheißen demnach "auch für die kommenden Monate eine für viele Betriebe dramatische Lage". Jedes fünfte Unternehmen kämpfe mittlerweile mit Liquiditätsengpässen. Bei kleinen und mittleren Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten seien es sogar 23 Prozent.

"Dramatisch" sei die Situation im Gastgewerbe, erklärte DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers. Dort sehe sich fast jedes zehnte Unternehmen von einer Insolvenz bedroht. Die Daten aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage bei mehr als 23.000 Unternehmen zeigten, "wie ernst die Lage inzwischen geworden ist".

Evers bekräftigte die Forderung der DIHK nach spürbaren Entlastungen bei den Kosten für Arbeit und Energie. Nötig seien zudem ein konsequenter Bürokratieabbau sowie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.

In den Monaten Januar bis April wurden laut Statistik 8551 Unternehmensinsolvenzen registriert, eine Zunahme um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am häufigsten waren Insolvenzen demnach in den Branchen Verkehr und Lagerei, im Gast- und im Baugewerbe.

Auch die Verbraucherinsolvenzen nahmen in den vier Monaten zu. Gemeldet wurden 26.167 Verbraucherinsolvenzen, 5,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: ntv.de, AFP

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