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"Grenzen wurden erreicht"Frankreich: Feuerwehr fordert nach schweren Waldbränden mehr Personal und Geld

13.08.2026, 16:03 Uhr
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Nach den verheerenden Waldbränden in Frankreich fordern zahlreiche Feuerwehr-Gewerkschaften mehr Personal und mehr Geld.

Die Feuerwehr könne nicht auf ewig die Unzulänglichkeiten eines überlasteten Systems ausgleichen, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben. Im großen Stil müssten neue Feuerwehrleute eingestellt werden, es brauche zudem mehr Mittel, um die Gesundheit der Einsatzkräfte sicherzustellen, und eine Erneuerung des Zivilschutzes allgemein. Über die Arbeitsbedingungen wolle man zudem sofort neu verhandeln.

Bei den Feuern bei Bordeaux habe es an allem gefehlt, beklagte Xavier Boy, ein Sprecher des Zusammenschlusses der Gewerkschaften. Permanent müsse die Feuerwehr mit heruntergestuften Mitteln arbeiten. "Die Kapazitätsgrenzen wurden während des Sommers 2026 erreicht, wir haben das mit den Feuern alle gesehen." Dass mehrere Hundert Häuser verbrannt seien und Hunderttausende evakuiert werden mussten, nannte Boy nicht hinnehmbar. "Das ist doch nicht Frankreich. Das geht nicht."

Frankreichs Innenminister Laurent Nunez empfing die Gewerkschaftsvertreter, schrieb von geteilten Einschätzungen und versprach auf X, dass die Einsatzkräfte im kommenden Jahr ein höheres Budget erhalten sollten. Boy kritisierte nach dem Treffen hingegen, es habe keine konkreten Zusagen gegeben. Ein Kollege von ihm sprach gar von "politischem Blabla" und erklärte, man sei sehr enttäuscht. Sollte die Politik nicht auf sie zugehen, wollen die Feuerwehrleute Ende September eine großangelegte Demonstration in Paris abhalten.

Quelle: ntv.de, dpa

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