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128 Jahre lang in Pariser MuseumFrankreich gibt drei menschliche Schädel aus Kolonialzeit an Madagaskar zurück

26.08.2025, 18:57 Uhr
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(Foto: picture alliance / abaca)

Frankreich hat drei Schädel aus der Kolonialzeit an Madagaskar zurückgegeben. Die menschlichen Überreste waren 128 Jahre lang im Pariser Museum für Naturgeschichte aufbewahrt worden und wurden am Dienstag im Rahmen einer Zeremonie im französischen Kulturministerium übergeben. Einer der Schädel stammte vermutlich vom madagassischen König Toera.

"Diese Zeremonie symbolisiert auch den Abschluss eines historischen, wissenschaftlichen und erinnerungspolitischen Prozesses zwischen unseren beiden Nationen", erklärte die französische Kulturministerin Rachida Dati. Ihre madagassische Amtskollegin Volamiranty Donna Mara sprach von einem bedeutenden Moment für die Gemeinschaft der Sakalava und die Nation. Die Entwendung der Schädel sei "eine offene Wunde in den Herzen der Großen Insel" gewesen. "Sie sind keine Sammlerstücke; sie sind das unsichtbare und unauslöschliche Band, das unsere Gegenwart mit unserer Vergangenheit verbindet."

König Toera gehörte der ethnischen Gruppe der Sakalava an. Französische Truppen richteten ihn Ende August 1897 während der Kolonisierung der Insel im Indischen Ozean hin. Madagaskar war von 1896 bis 1960 eine französische Kolonie. Die Regierung in Antananarivo plant nun, die Überreste in einer Zeremonie zu ehren, die mit dem Jahrestag der Hinrichtung zusammenfallen soll.

Die Rückgabe ist die erste auf Grundlage eines 2023 verabschiedeten Gesetzes, das die Restitution menschlicher Überreste aus den öffentlichen Sammlungen erleichtern soll. Frankreich bemüht sich seit einiger Zeit, seine koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Dazu gehört die Rückgabe von Artefakten und menschlichen Überresten aus seinen Museen an die Herkunftsländer.

Quelle: ntv.de, RTS

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