Zuvor wegen Russland-Verbindung abgefangenFrankreich leitet festgesetzten Öltanker nach Marseille um

Die französische Marine hat den festgesetzten Öltanker "Grinch" in den Hafen von Marseille umgeleitet.
Die französische Marine hat den festgesetzten Öltanker "Grinch" in den Hafen von Marseille umgeleitet. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Marine hatte das Schiff unter dem Verdacht abgefangen, zur sogenannten Schattenflotte zu gehören, die Russland trotz Sanktionen den Export von Öl ermöglicht. Das Schiff soll zudem unter falscher Flagge gefahren sein.
Der Zugriff erfolgte auf hoher See im westlichen Mittelmeer, wie die französische Seepolizei am Donnerstag mitteilte. Das Schiff, das Anfang Januar den russischen Hafen Murmansk verlassen hatte, fuhr unter der Flagge der Komoren. Andere Länder, darunter Großbritannien, hätten den Einsatz unterstützt, hieß es weiter.
Ein Großteil des russischen Öls wird von einer Schattenflotte transportiert, die versucht, sich westlichen Kontrollen und Sanktionen zu entziehen. Im Oktober hatte Frankreich bereits einen anderen sanktionierten Tanker, die "Boracay", festgesetzt, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder freigegeben.