Dassault-Chef warnt Französisch-deutsches FCAS-Kampfjet-Projekt laut Dassault in Gefahr

Das französisch-deutsch-spanische Kampfjet-Projekt FCAS ist dem Chef des französischen Flugzeugbauers Dassault Aviation zufolge in Gefahr. Das Projekt brauche eine klarere Führungsrolle und bessere Organisation, sagte Dassault-Chef Eric Trappier am Dienstag bei der Halbjahrespressekonferenz.
Entscheidungen über wichtige Teile der aktuellen Entwurfsphase müssten mit dem Partner Airbus abgestimmt werden, was die Arbeiten komplizierter machten und zu Verzögerungen führe. Auf die Frage, ob Dassault mit einem Ausstieg drohe, sagte Trappier, die Zukunft des Kampfjets stehe auf dem Spiel. "Es geht nicht darum, das Projekt zu verlassen, sondern zu entscheiden, ob es fortgesetzt wird oder nicht", sagte er. Berichte, wonach Dassault die Kontrolle von 80 Prozent anstrebe, wies er zurück.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird am Mittwoch zu einem Besuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet. Das Treffen dient vor allem der Vorbereitung des deutsch-französischen Ministerrates im Herbst, wird aber von aktuellen Krisen überschattet. Dazu zählt auch der Zwist über die Arbeitsanteile der französischen und deutschen Rüstungsindustrie für das geplante Luftkampfsystem FCAS.