Fünf Shopping-Plattformen untersuchtVerbraucherzentrale: Online-Plattformen erschweren Beschwerdeverfahren gegen illegale Inhalte

Online-Plattformen müssen es Nutzenden nach EU-Regeln ermöglichen, illegale Inhalte zu melden.
Online-Plattformen müssen es Nutzenden nach EU-Regeln ermöglichen, illegale Inhalte zu melden. Einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zufolge gestalten die Unternehmen die Melde- und Beschwerdeverfahren jedoch häufig nicht nutzerfreundlich. "Plattformen sind dazu verpflichtet, leicht zugängliche Möglichkeiten zur Meldung solcher Inhalte zur Verfügung zu stellen", kritisierte vzbv-Chefin Ramona Pop am Montag.
"Nutzerinnen und Nutzer von Online-Plattformen treffen immer wieder auf illegale Inhalte, zum Beispiel Werbung für Fakeshops oder nicht zugelassene Nahrungsergänzungsmittel", führte Pop aus. "Wollen sie diese Inhalte melden, müssen sie zum Teil erhebliche Hürden nehmen."
Die Verbraucherschützer haben demnach die Verfahren auf fünf Shopping-Plattformen (AliExpress, Amazon, Shein, Temu und Zalando) sowie auf Facebook, Instagram, Snapchat, Tiktok und Youtube untersucht. Die Plattformen bieten demnach zwar grundsätzlich die Möglichkeit, illegale Inhalte zu melden. Diese seien aber, oft "schwer zugänglich" und wenig nutzerfreundlich.
"Lange Klickpfade, unübersichtliche Auswahllisten und Doppelungen bei geforderten Angaben erschwerten die Meldungen", führten die Verbraucherschützer aus. Zudem bleiben die Meldungen dann häufig ohne Konsequenzen: "Entscheidungen wurden durch die Plattformen gar nicht oder nicht zeitnah getroffen. "Der vzbv fordert insbesondere die Aufsichtsbehörden auf, die Einhaltung der EU-Regeln konsequenter zu prüfen. Zur Not müssten Bußgelder verhängt werden.