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Beschiss bei WindelnVerbraucherzentrale kritisiert Mogelpackungen

10.04.2013, 13:18 Uhr

Gleicher Preis, aber immer weniger drin: Diesen Vorwurf richtigen Verbraucherschützer an bestimmte Firmen wie Windel- oder auch Kaffeepadhersteller. Der heimliche Schwund von bezahltem Inhalt lässt sich über die Jahre hinweg sehr gut beobachten.

Gleicher Preis, aber immer weniger drin: Diesen Vorwurf richtigen Verbraucherschützer an bestimmte Firmen wie Windel- oder auch Kaffeepadhersteller. Der heimliche Schwund von bezahltem Inhalt lässt sich über die Jahre hinweg sehr gut beobachten.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat dem Hersteller von Pampers-Windeln vorgeworfen, Eltern durch immer kleiner werdende Windelpackungen über den Tisch zu ziehen. Seien 2006 noch 47 Windeln in einer Packung gewesen, seien es heute bei gleichem Preis nur noch 34, teilte die Verbraucherzentrale am Mittwoch in Hamburg mit.

Über einen Zeitraum von sieben Jahren habe der Hersteller die Füllmenge nach und nach von 47 Windeln im Jahr 2006 auf 44 bis 2009, 40 bis 2012, 37 bis 2013 und heute 34 Windeln reduziert. «Macht Procter & Gamble so weiter, ist die Packung in 20 Jahren leer», prognostizierte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Verbraucherzentrale pflegt nach eigenen Angaben seit nunmehr acht Jahren eine Mogelpackungsliste mit versteckten Preiserhöhungen. Derzeit seien unter Nennung von Namen und Hersteller mehr als 500 Produkte gelistet - etwa auch Kaffeepads Senseo «Typ Cappuccino» des Herstellers Sara Lee. Die Packung enthalte zwar weiter acht Pads, die Füllmenge sei aber von 100 auf 92 Gramm reduziert worden. «Besonders dreist» sei dabei, dass in einem Pad mit neuer Rezeptur mit 1,1 Gramm nur noch ein Fünftel der vorherigen Kaffeemenge - 5,5 Gramm - enthalten sei. Stattdessen seien nun die doppelte Menge Zucker, 50 Prozent mehr ungesunde gehärtete Fette, fünf Zusatzstoffe und Aromazusatz für den Kaffeegeschmack darin zu finden.

Quelle: dpa

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