Informationsausgabe verweigertGewerkschaft in Schweden will wegen Informationsverweigerung gegen Tesla klagen

In Schweden hat die Gewerkschaft IF Metall gedroht, vor dem Arbeitsgericht gegen den Elektroautobauer Tesla zu klagen. Das Unternehmen weigere sich, Informationen über seine finanzielle Lage herauszugeben, sagte der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft, Thomas With, zur Begründung. Die Gewerkschaft werde die Klage spätestens in der kommenden Woche abschicken.
In Schweden ist der US-Konzern per Gesetz verpflichtet, die Arbeitnehmervertretung regelmäßig über die finanzielle Lage zu informieren, wie die IF Metall betonte. Die Tesla-Geschäftsführung in den USA betone seit Monaten, dass Einsparungen notwendig seien - die Frage sei deshalb, ob Arbeitsplätze in Schweden gestrichen werden sollen, sagte With. Die meisten Tesla-Werkstätten hätten die verlangten Daten herausgegeben, nur die in Uppsala nicht. Dagegen will IF Metal nun notfalls klagen.
Die Gewerkschaft liegt seit Monaten im Clinch mit Tesla, weil das Unternehmen einen Tarifvertrag verweigert. Mitglieder der IF Metall streiken deshalb seit Ende Oktober; Beschäftigte anderer Branchen solidarisierten sich.
In Schweden haben fast 90 Prozent aller Angestellten einen Tarifvertrag. Tesla-Chef Elon Musk hat wiederholt Forderungen nach einer gewerkschaftlichen Organisation seiner weltweit 127.000 Beschäftigten abgelehnt.