Trendwende bei HilfszahlungenGlobale Entwicklungshilfe sinkt 2024 erstmals seit sechs Jahren

Die weltweite Entwicklungshilfe ist unter anderem wegen der geringeren Unterstützung für die Ukraine im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent zurückgegangen. Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass die Entwicklungshilfe weltweit sinkt. Dies geht aus einem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Demnach wurden 2024 etwa 212,1 Milliarden Dollar für Entwicklungsleistungen ausgegeben. Das entspricht einem Anteil von 0,33 Prozent des kombinierten Bruttoinlandsproduktes der beteiligten Länder.
Für das laufende Jahr rechnet die OECD mit einem weiteren massiven Rückgang der Entwicklungshilfe, der zwischen neun und 17 Prozent liegen könnte. "Die jüngsten Ankündigungen einiger Mitgliedsländer geben Anlass zur Sorge", heißt es in dem Bericht, der keines der Mitgliedsländer beim Namen nennt. Die USA hatten nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump im Januar massive Einschnitte in der Entwicklungszusammenarbeit angekündigt.
Im vergangenen Jahr lagen die USA mit 63,3 Milliarden Dollar noch auf Platz eins und machten damit knapp 30 Prozent der weltweiten Entwicklungshilfe aus. Deutschland liegt mit 32,4 Milliarden Dollar auf Platz zwei, vor Großbritannien, Japan und Frankreich.