Es gab bereits mehrfache FestnahmenGriechische Polizei nimmt Polen wegen Spionageverdacht auf US-Stützpunkt in Kreta fest

Die Polizei in Griechenland hat einen polnischen Staatsbürger wegen des Verdachts der Spionage auf einem von der US-Armee genutzten Stützpunkt auf der Insel Kreta festgenommen.
Die Polizei in Griechenland hat einen polnischen Staatsbürger wegen des Verdachts der Spionage auf einem von der US-Armee genutzten Stützpunkt auf der Insel Kreta festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur ANA am Freitag unter Berufung auf die Polizei berichtete, wies der am Vortag festgenommene 58-Jährige den Vorwurf zurück, Fotos von dem Stützpunkt Souda und dort einlaufenden Schiffen gemacht zu haben. Der weltgrößte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" hatte dort Ende Februar vor Anker gelegen. Die Fotos seien nach Polen geschickt worden.
Wegen der mutmaßlichen Auskundschaftung des im Nordwesten Kretas gelegenen Stützpunktes Souda gab es bereits mehrfach Festnahmen. Am 2. März war dort ein Georgier wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Wegen illegaler Einreise nach Griechenland verurteilte ihn ein Gericht zu zwei Jahren Haft. Die Ermittler gehen laut ANA dem Verdacht nach, dass der Mann für den Iran spionierte.
Im Juni vergangenen Jahres war ein Aserbaidschaner in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem auch bei ihm zahlreiche Fotos von der Militärbasis Souda gefunden worden waren. Der Stützpunkt wird von den USA und anderen Nato-Staaten genutzt. Dort sind rund tausend Menschen stationiert, darunter Soldaten sowie zivile US-Angestellte und örtliche Angestellte.