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"Großer Konsens zur Erklärung"Gipfel zu Künstlicher Intelligenz: USA lehnen weltweite Regulierung ab

20.02.2026, 15:41 Uhr
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Beim KI-Gipfel in Indien haben die USA eine weltweite Regulierung der Technologie erneut zurückgewiesen.

Beim KI-Gipfel in Indien haben die USA eine weltweite Regulierung der Technologie erneut zurückgewiesen. "Wir glauben, dass die Einführung von KI nicht zu einer besseren Zukunft führen kann, wenn sie Bürokratien und einer zentralisierten Kontrolle unterliegt", sagte der US-Regierungsberater Michael Kratsios, Leiter der Delegation der Vereinigen Staaten, am Freitag in Neu Delhi. Eine für den letzten Gipfeltag erwartete Erklärung der Länder zur Künstlichen Intelligenz (KI) wurde auf Samstag verschoben.

Die Erklärung werde "morgen transparent veröffentlicht", sagte der indische Digitalminister Ashwini Vaishnaw auf dem Gipfel zu Reportern. "Es besteht ein großer Konsens zur Erklärung." Es werde lediglich versucht, die Zahl der Unterzeichner "zu maximieren". Im vergangenen Jahr hatten die USA auf dem KI-Gipfel in Paris die gemeinsame Erklärung nicht unterzeichnet.

Die USA veröffentlichten am Freitagnachmittag aber bereits eine gemeinsame Erklärung mit dem Gastgeberland Indien. Darin erklären die Staaten ihre Absicht, "einen globalen Ansatz für KI zu verfolgen, der sich kompromisslos für Unternehmertum und Innovation einsetzt". Beide Seiten verpflichteten sich dazu, Regulierungssysteme einzuführen und zu etablieren, "die technologische Investitionen vorantreiben und Investitionen fördern".

UN-Generalsekretär António Guterres hatte zuvor auf ein neues Expertengremium hingewiesen, dem etwa 40 Wissenschaftler angehören sollen. Das Ziel dieser UN-Kommission sei es, die "menschliche Kontrolle" der KI zu einer "technischen Realität" zu machen, sagte er.

An dem Gipfel in Neu Delhi nahmen neben mehreren Staats- und Regierungschefs auch die Chefs großer Technologiekonzerne teil, unter ihnen Sam Altman von OpenAI und Sundar Pichai von Google. Auch Altman räumte am Donnerstag ein, die Welt benötige "dringend" Regulierung oder andere Schutzmaßnahmen - wie bei "jeder anderen Technologie dieser Leistungsstärke". Es sei etwa eine Stelle wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vorstellbar, um die globale Koordination zu KI sicherzustellen.

Der nächste KI-Gipfel soll Anfang 2027 in Genf stattfinden.

Quelle: ntv.de, AFP

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