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Schwache KonjunkturHandwerk verzeichnet weniger Umsatz und Beschäftigte im ersten Quartal

17.06.2026, 11:06 Uhr
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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

Weniger Umsatz und weniger Beschäftigte: Das Handwerk kann sich nicht von der schwachen Konjunktur in Deutschland abkoppeln.

Im ersten Quartal fielen die preisbereinigten Erlöse im zulassungspflichtigen Handwerk um 2,1 Prozent im Vergleich zu Anfang 2025, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zudem waren 1,6 Prozent weniger Personen beschäftigt als Ende März 2025. Den stärksten realen Umsatzrückgang aller Gewerbegruppen gab es im Bauhauptgewerbe mit 7,3 Prozent, gefolgt vom Ausbaugewerbe mit minus 3,8 Prozent. Den höchsten Umsatzanstieg verbuchte die Gesundheitsbranche mit +1,7 Prozent. Leicht gewachsen sind zudem die um steigende Preise bereinigten Erlöse im Kfz-Gewerbe mit +0,3 Prozent und im Lebensmittelgewerbe mit +0,1 Prozent.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte bei seinem jüngsten Konjunkturbericht im Mai erklärt, die Betriebe blickten skeptischer auf ihre Lage und bewerteten auch ihre Geschäftsaussichten ungünstiger. Zudem sinke die Beschäftigung spürbar und das Auftragspolster gehe zurück. Es sei offen, ob das Handwerk 2026 das erwartete Umsatzplus überhaupt noch schaffen könne.

Zulassungspflichtiges Handwerk bedeutet, dass Chefs oder Chefinnen eines selbstständigen Handwerksbetriebs über eine besondere fachliche Qualifikation - wie den Meisterbrief - verfügen und damit in die Handwerksrolle eingetragen sind. Im sogenannten zulassungsfreien Handwerk ist eine solche Qualifikation nicht nötig. Dieser Teil des Handwerks erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 real 2,6 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresquartal. 

Quelle: ntv.de, rts

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