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Hinweis für PauschalurlauberVerbraucherschützer warnen vor vorschnellem Rücktritt von Pauschalreisen in Golfregion

03.03.2026, 11:23 Uhr
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(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dp)

Mitten im Iran-Krieg warnen Verbraucherschützer davor, vorschnell von einer Pauschalreise in die Region zurückzutreten und damit ins finanzielle Risiko zu gehen.

Sollte ein Urlaub "erst in naher Zukunft liegen, etwa zu Ostern, rate ich davon ab, vom Vertrag bereits jetzt zurückzutreten", erklärte Juristin Josephine Frindte von der Verbraucherzentrale Berlin am Dienstag. "Die bloße Angst vor einer möglichen Reiseeinschränkung zum Zeitpunkt der Reise genügt nicht für einen kostenfreien Reiserücktritt."

Wer eine Pauschalreise gebucht hat, sollte laut Friendte zunächst mit dem Rücktritt vom Pauschalreisevertrag warten und schauen, wie sich die Lage entwickelt, damit kein finanzielles Risiko entsteht. "Zusätzlich kann der Anbieter kontaktiert und um eine Stornierung aus Kulanz gebeten werden."

Pauschalreisende hingegen, deren Urlaub im Nahen Osten kurz bevorsteht, können kostenfrei vom Reisevertrag zurücktreten, da der Konflikt in der Region und die daraus resultierende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes einen außergewöhnlichen Grund darstellt. "Zum Zeitpunkt der Rücktrittserklärung muss bereits überwiegend wahrscheinlich sein, dass die Reise nicht wie geplant angetreten werden kann", erläuterte Frindte.

Aktuelle Flüge in die Golfregion dürften "sehr wahrscheinlich" annulliert werden, erklärte die Verbraucherzentrale. Erste Fluggesellschaften bieten demnach bereits an, dass Flüge, die bis zum 20. März stattfinden sollen, umgebucht werden können.

Quelle: ntv.de, AFP

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