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Drohungen trotz FeuerpauseHisbollah behält sich nach Verlängerung der Waffenruhe Angriffe auf Ziele in Israel vor

24.04.2026, 14:12 Uhr
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(Foto: Hassan Ammar/AP/dpa)

Nach der Verlängerung der Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon behält sich die libanesische Hisbollah-Miliz Attacken auf Ziele in Israel vor.

Im Fall israelischer "Aggressionen" werde die Miliz antworten, sagte der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajad am Freitag. Angesichts der anhaltenden "feindseligen Handlungen" Israels ergebe eine Waffenruhe ohnehin "keinen Sinn", fügte er hinzu.

Unter Vermittlung der USA war vor einer Woche eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten, die sich allerdings als brüchig erwies. Am Donnerstag gab US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen bekannt. In diesem Zeitraum sollen Friedensverhandlungen stattfinden. Israel und der Libanon unterhalten bislang keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Kurz nach Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar hatte die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel verstärkt. Israel fliegt seitdem massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Bei den israelischen Attacken wurden den libanesischen Behörden zufolge seitdem mehr als 2400 Menschen getötet.

Quelle: ntv.de, AFP

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