Extremtemperaturen erwartetHitzewelle in Frankreich erreicht mit bis zu 43 Grad ihren Höhepunkt

Mit Spitzenwerten von über 40 Grad steuert die Hitzewelle in Frankreich auf ihren Höhepunkt zu.
In Bordeaux im Südwesten des Landes rechnet der Wetterdienst am Montagnachmittag mit Temperaturen von 43 Grad Celsius. In der Hauptstadt Paris werden 39 Grad erwartet. Hunderte Schulen blieben am voraussichtlich heißesten Tag der Hitzewelle geschlossen. Mit nachlassender Hitze wird erst Ende der Woche gerechnet.
Die Hitzewelle hat Frankreich schon seit vergangener Woche im Griff: Die südwestliche Region Gironde meldete am Wochenende drei Hitzetote. Wie die Behörden mitteilten, wurde der Tod von drei Menschen im Alter zwischen 80 und 95 Jahren auf die für Juni extreme Hitze zurückgeführt.
Inzwischen ist mehr als die Hälfte des Landes von der höchsten Hitzewarnstufe betroffen: Die französischen Behörden haben für 49 der 96 Festland-Départements Alarmstufe Rot ausgerufen. "Die sehr große Hitze setzt sich dauerhaft im Land fest", warnte der Wetterdienst Météo France. "In den rot markierten Départements steigen die Temperaturen tagsüber und nachts auf außergewöhnlich hohe Werte."
Mehr als 800 Schulen blieben nach Angaben des Bildungsministeriums am Montag geschlossen. 1800 Schulen verkürzten den Unterricht. Schon vergangene Woche war Eltern empfohlen worden, ihre Kinder zu Hause zu lassen oder schon mittags abzuholen. "Letzte Woche waren es im Klassenzimmer 32 Grad", berichtete eine Grundschullehrerin aus Bordeaux, die sich über fehlenden Hitzeschutz in Schulen beklagte. Der Supermarkt auf der anderen Straßenseite sei dagegen "schön kühl und klimatisiert".
In Paris gab es am Montag auch Störungen im öffentlichen Nahverkehr. Wie Regionalpräsidentin Valérie Pécresse sagte, könnten sich Schienen in der Hitze verformen und die Klimaanlagen überfüllter Waggons schlapp machen. In der Hauptstadtregion Ile-de-France wurde daher jeder zehnte Zug vorsorglich gestrichen.