Kurznachrichten

Diplomatie "erforderlich"IAEA-Chef reist vor nächsten Atomgesprächen nach Teheran

14.04.2025, 14:22 Uhr
IAEA-Generaldirektor-Rafael-Grossi-Die-Internationalen-Atomenergiebehoerde-hat-einen-Bericht-zur-Uran-Anreicherung-im-Iran-veroeffentlicht-Archivbild
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Die Internationalen Atomenergiebehörde hat einen Bericht zur Uran-Anreicherung im Iran veröffentlicht (Archivbild). (Foto: Roland Schlager/apa/dpa)

Vor der nächsten Runde der Atomgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten macht der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, Druck auf die Regierung in Teheran. Er werde diese Woche in die iranische Hauptstadt reisen, kündigte er an. Nach iranischen Medienberichten wird er dort am Mittwoch erwartet.

"In einer Zeit, in der diplomatische Lösungen dringend erforderlich sind, ist eine anhaltende Zusammenarbeit mit der IAEA von entscheidender Bedeutung", schrieb Grossi auf Twitter. Die mangelnde Kooperation Teherans mit den Inspektoren der IAEA ist neben der Herstellung von fast atomwaffentauglichem Uran ein Hauptgrund für die wachsenden Spannungen rund um das Nuklearprogramm des Iran.

Die US-Regierung und andere westliche Staaten einschließlich Israel wollen verhindern, dass die Islamische Republik Iran eigene Atomwaffen entwickelt. In seiner ersten Amtszeit war Trump 2018 allerdings einseitig aus dem sogenannten Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschränken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales