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Proteste gegen Sparkurs IG Metall Sachsen: Werden Werkschließungen bei Volkswagen nicht hinnehmen

09.07.2026, 15:30 Uhr
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(Foto: picture alliance / Snowfield Photography)

Die Gewerkschaft IG Metall stemmt sich gegen drohenden Personalabbau und Werkschließungen bei Volkswagen.

"Die IG Metall wird im Schulterschluss mit den Belegschaften mit aller Macht jeden neuen Abbau-Plänen entgegentreten", sagte der IG Metall-Bezirksleiter von Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, auf einer Kundgebung vor VW-Beschäftigten in Dresden. "Wir werden Werksschließungen nicht hinnehmen – nicht hier in Sachsen und nicht an den anderen Standorten in Deutschland."

Die Werke in Zwickau, Chemnitz und Dresden bildeten das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft und seien unverzichtbar für die Zukunft der ganzen Region, betonte Otto. "Wer auch nur einen Standort in Frage stellt, stößt auf den entschiedenen Widerstand der IG Metall und der Beschäftigten."

Volkswagen hält trotz starker Proteste der Belegschaft an seinem Sparkurs fest. "Wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen", erklärte ein Sprecher des Autobauers. Zwar teilten Vorstand und Aufsichtsrat die Sorgen der Beschäftigten um die Zukunft des Unternehmens und hätten Verständnis für die Aktionen an mehreren deutschen Standorten. Der Vorstand habe jedoch einen umfangreichen Zukunftsplan entwickelt. Dazu sollen die Komplexität reduziert, das Beteiligungsportfolio gestrafft und die Konzernstrukturen verschlankt werden. Die genauen Inhalte und die damit verbundenen Maßnahmen würden am Donnerstag zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert.

Die Pläne des Vorstands sehen laut "Spiegel" das Aus für vier Werke bis 2034 vor. Die Produktion in Zwickau und Emden solle in fünf Jahren auslaufen, berichtete das Magazin. Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover solle 2032 folgen, das Audi-Werk in Neckarsulm 2034. In den vier Fabriken arbeiten rund 40.000 Menschen. 

Quelle: ntv.de, rts

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