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"Außergewöhnlich hohes Niveau"IWH-Institut: Firmenpleiten erreichen höchsten Stand seit 21 Jahren

09.07.2026, 11:10 Uhr
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In Deutschland hat es einer Studie zufolge im Frühjahr so viele Firmenpleiten gegeben wie seit 21 Jahren nicht mehr.

Von April bis Juni wurden insgesamt 4996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte. Das ist der höchste Stand seit dem zweiten Quartal 2005.

Die Zahl der Firmenpleiten kletterte gegenüber dem ersten Quartal 2026 um neun Prozent: "Der Anstieg erfasst nahezu alle großen Branchen", teilten die Forscher weiter mit. Laut dem IWH-Insolvenztrend gab es allein im Juni 1702 Firmenpleiten. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vormonat und sogar 20 Prozent mehr als im Juni 2025.

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Insolvenzgeschehen weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau liegt", sagte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. Die Lage sei schwierig: Die Insolvenzen träfen die Wirtschaft in der Breite. "Viele Branchen und Regionen sind gleichzeitig betroffen. Für das dritte Quartal ist weiterhin mit höheren Insolvenzzahlen als im Vorjahr zu rechnen", sagte der IWH-Experte.

Der IWH-Insolvenztrend gilt als ein Frühindikator für das Insolvenzgeschehen und die wirtschaftliche Entwicklung. Für seine Analysen wertet das Institut aus Sachsen-Anhalt die aktuellen Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Registergerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzkennzahlen betroffener Unternehmen. 

Quelle: ntv.de, rts

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