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Inflationsdruck sinktIfo-Umfrage: Weniger Unternehmen in Deutschland planen Preiserhöhung

30.06.2026, 08:55 Uhr
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(Foto: IMAGO/Wolfilser)

Weniger Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise anheben. Das entsprechende Barometer für die Preiserwartungen sank im Juni auf 26,4 Punkte, von 30,0 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte.

"Sinkende Energiepreise, zu denen die Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten zusätzlich beigetragen haben, scheinen die Unternehmen zuversichtlicher hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage gemacht zu haben", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Allerdings dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiterhin steigen." So liege der Indikator seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs noch erheblich über dem Durchschnitt von 18,3 für den Zeitraum 2023 bis 2025.

Besonders bei den energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen gefallen: Hier gab der Indikator von 41,2 auf 30,2 Punkte nach. Bei den nicht-energieintensiven Betrieben hat der Preisdruck ebenfalls etwas nachgelassen: von 30,3 auf 27,1 Punkte. Auch in den Dienstleistungs- und Handelssektoren sowie im Verarbeitenden Gewerbe ging der Indikator zurück. Die Hersteller von Lebensmitteln planen deutlich seltener mit steigenden Preisen. Der Preisdruck im Lebensmitteleinzelhandel schwächte sich ebenfalls etwas ab.

Die Inflation in Deutschland dürfte sich im Juni auf erhöhtem Niveau stabilisieren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten, dass sich die Teuerungsrate auf dem Vormonatswert von 2,6 Prozent einpendeln wird. Das Statistische Bundesamt will dazu am Nachmittag eine erste Schätzung veröffentlichen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum einen Wert von 2,0 Prozent an. Sie hat zuletzt die Zinsen im Kampf gegen die im Zuge des Iran-Krieges stark gestiegene Inflation erhöht. Viele Experten erwarten, dass sie im Laufe des Jahres nachlegen wird.

Quelle: ntv.de, rts

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