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Zweitägiger Besuch Modis in OsloIndien und Norwegen vereinbaren "grüne strategische Partnerschaft"

18.05.2026, 17:18 Uhr
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18.05.2026, Norwegen, Oslo: Norwegens König Harald (l) und der indische Premierminister Narendra Modi stehen im Königspalast. Indiens Premierminister Modi trifft während seiner Europa-Reise unter anderem den norwegischen Ministerpräsidenten. Foto: Stian Lysberg Solum/NTB Scanpix/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: dpa)

Indien und Norwegen haben eine "grüne strategische Partnerschaft" vereinbart: Sie wollen gemeinsam die Energiewende und die nachhaltige Entwicklung mithilfe moderner Technologien vorantreiben, wie beide Seiten am Montag mitteilten.

Indien und Norwegen haben eine "grüne strategische Partnerschaft" vereinbart: Sie wollen gemeinsam die Energiewende und die nachhaltige Entwicklung mithilfe moderner Technologien vorantreiben, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Indiens Premierminister Narendra Modi hielt sich zu einem zweitägigen Besuch in Norwegens Hauptstadt Oslo auf.

Indien ist stark von den Folgen des Iran-Kriegs getroffen - das Land ist der drittgrößte Ölimporteur weltweit, die Hälfte der Importe stammt aus der Golfregion. Zudem werden in Indien aktuell 73 Prozent des Stroms mit Kohle erzeugt. Die Regierung in Neu Delhi hat bereits angekündigt, den Ausbau der Windenergie sowie von Stromspeichern zu beschleunigen. Norwegen bezieht bereits fast seinen gesamten Strom aus erneuerbaren Energiequellen, vor allem aus Wasserkraftwerken. Gleichzeitig ist das Land der größte Produzent von Öl und Gas in Europa - abgesehen von Russland.

Die neue Partnerschaft zwischen Indien und Norwegen sei "gut für die ganze Welt", sagte Modi: "Von sauberer Energie bis hin zur Klimaresilienz, von der blauen Wirtschaft bis hin zur grünen Schifffahrt - in jedem Sektor werden Indiens Größe, Dynamik und Talent mit Norwegens Technologie und Kapital zusammenwirken, und unsere Unternehmen werden globale Lösungen entwickeln." Der Begriff "blaue Wirtschaft" umfasst alle mit den Ozeanen und Meeren verbundenen wirtschaftlichen Tätigkeiten - also auch die Öl- und Gasförderung im Meer.

Es ist der erste Besuch eines indischen Premiers in Norwegen seit 1983 - damals besuchte Indira Gandhi das Land. Die wirtschaftlichen Beziehungen sind zuletzt enger geworden: Die Europäische Freihandelsassoziation (Efta) mit Norwegen, Island, der Schweiz und Liechtenstein hat ein Freihandelsabkommen mit Indien geschlossen, das am 1. Oktober in Kraft trat.

Quelle: ntv.de, afp

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