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Teurere EnergieInflation im Euroraum steigt im Mai auf 3,2 Prozent

17.06.2026, 11:21 Uhr
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(Foto: IMAGO / Zoonar)

Die gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Konflikts treiben die Inflation im Euroraum weiter in die Höhe.

Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde eine frühere Schätzzahl bestätigt. Im April war die Inflationsrate bereits auf 3,0 Prozent geklettert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt als mittelfristiges Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an. Sie hatte in der vergangenen Woche erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben und sich weitere Schritte nach oben offengehalten. Sie will verhindern, dass ein durch den Iran-Konflikt ausgelöster Anstieg der Energiekosten auf andere Preise übergreift. Dies betonte auch EZB-Chefvolkswirt Philip Lane, der auf der Konferenz 'Reuters NEXT Europe ein weiterhin proaktives geldpolitisches Agieren signalisierte.

Befeuert wird die Inflation durch die Energiekosten, die sich im Mai im Euroraum um 10,8 Prozent zum Vorjahresmonat erhöhten. Ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Nahostkonflikts wird laut EZB-Ratsmitglied Gabriel Makhlouf nicht zwangsläufig zu einem sofortigen Ende des weltweiten Energieschocks führen. Die Schäden an der Energieinfrastruktur könnten anhaltenden Preisdruck verursachen, sagte der irische Notenbankchef jüngst. Zwar sei die vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran zu begrüßen, doch bleibe noch vieles unklar, so Makhlouf. 

Quelle: ntv.de

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