Um Friedensplan wiederzubelebenInsider: Friedensrat plant humanitäre Pilotzone im Gazastreifen

Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Friedensrat plant einem Insider zufolge eine humanitäre Pilotzone im Gazastreifen, um den ins Stocken geratenen Friedensplan wiederzubeleben.
Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Friedensrat plant einem Insider zufolge eine humanitäre Pilotzone im Gazastreifen, um den ins Stocken geratenen Friedensplan wiederzubeleben. Das Vorhaben solle unabhängig davon umgesetzt werden, ob eine Einigung mit der radikal-islamischen Hamas-Miliz über die zweite Phase des Plans erzielt werde, sagte ein Vertreter des Gremiums. Es seien sichere Gebiete festgelegt worden, die Zehntausende Palästinenser aufnehmen könnten. Der Zugang sei freiwillig und an eine Sicherheitsprüfung gebunden. Die Leitung der Zone solle das Nationale Komitee zur Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) übernehmen, unterstützt von einer neu aufgestellten Polizei und einer internationalen Stabilisierungstruppe (ISF).
Stellungnahmen der Hamas oder der israelischen Regierung lagen zunächst nicht vor. Trumps Friedensplan sieht nach einem Waffenstillstand unter anderem mehr humanitäre Hilfe, eine Verwaltung durch palästinensische Technokraten, die Entwaffnung der Hamas sowie den Abzug der israelischen Truppen vor. Die Umsetzung stagnierte jedoch. Das NCAG befindet sich weiterhin außerhalb des Gazastreifens, während Israel seine Militäreinsätze fortsetzt und die Kontrolle auf 70 Prozent des Gebiets ausweiten will.
Die Hamas hatte am Montag die Auflösung ihrer faktischen Regierung in dem Küstengebiet angekündigt und sich zur Machtübergabe an das NCAG bereit gezeigt. Der Friedensrat teilte dazu mit, man werde die Miliz an Taten und nicht an Versprechen messen. Israel bezeichnete den Schritt der Hamas als Inszenierung. Der Gazastreifen ist nach zwei Jahren Krieg infolge des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 weitgehend zerstört.