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Anhaltender ukrainischer DrohnenangriffeInsidern: Russische Öl-Konzerne warnen Kunden vor Lieferausfällen

27.03.2026, 16:29 Uhr
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In ihrem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg gelangen der Ukraine immer wieder empfindliche Schläge russische Ölanlagen. (Archivbild) (Foto: Uncredited/Russian Emergency Min)

Angesichts anhaltender ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur haben russische Ölproduzenten ihre Kunden Insidern zufolge vor Lieferausfällen gewarnt.

Angesichts anhaltender ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur haben russische Ölproduzenten ihre Kunden Insidern zufolge vor Lieferausfällen gewarnt. Sie könnten für Ausfuhren aus wichtigen Häfen in der Ostsee höhere Gewalt geltend machen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Ölverladungen im Hafen von Ust-Luga seien seit Mittwoch wegen der Angriffe gestoppt. Eine der Personen sagte, diese könnten frühestens Mitte April wieder aufgenommen werden.

Auch Primorsk, ein weiterer wichtiger russischer Ostseehafen, wurde bei den jüngsten Angriffen beschädigt. Dort wurden die Verladungen am Donnerstag jedoch zumindest teilweise wieder aufgenommen. Nach Reuters-Berechnungen sind wegen der Angriffe, der Beschädigung einer Pipeline und der Beschlagnahmung von Tankern mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten lahmgelegt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Reuters diese Woche gesagt, dass man die Langstreckenangriffe nutze, um den ökonomischen Druck auf Russland aufrechtzuerhalten. Die Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund, dass die internationalen Ölsanktionen gegen Moskau gelockert wurden. Grund dafür ist die Sorge vor weltweiten Engpässen infolge des Krieges im Iran. Der Gouverneur der nordwestlichen Region Leningrad, Alexander Drosdenko, sagte, die Region sei seit dem 22. März "beispiellosen" Drohnenangriffen ausgesetzt.

Die Ölexporte Kasachstans sind von dem Angriff auf den russischen Ostseehafen einem Ministeriumssprecher zufolge zunächst nicht betroffen. Die Lieferungen liefen normal, teilte das Energieministerium in Astana mit. Die Lage werde weiter beobachtet. Kasachstan verschifft einen Teil seiner Rohölexporte über russische Häfen an der Ostsee, darunter Ust-Luga.

Quelle: ntv.de, RTS

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