Kurznachrichten

Alarmierende Studie der FRAIntergeschlechtliche Menschen in EU zunehmend von Gewalt und Belästigung betroffen

17.09.2025, 13:45 Uhr
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Ein 20-Jähriger soll Gewalt gegen die Teilnehmer des Christopher Street Day in Wernigerode angedroht haben. (Archivfoto) (Foto: Matthias Bein/dpa)

Intergeschlechtliche Menschen in der EU sind einem Bericht zufolge zunehmend Gewalt und Belästigungen ausgesetzt. Das Ausmaß sei "alarmierend", erklärte die EU-Agentur für Grundrechte (FRA) mit Sitz in Wien in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Grundlage einer Online-Umfrage unter 1920 intersexuellen Menschen in 30 EU- und Westbalkanländern aus dem Jahr 2023.

"Intersexuelle Menschen in der EU sind in alarmierendem Ausmaß von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt betroffen", erklärte FRA-Direktorin Sirpa Rautio. Jeder dritte Befragte habe angegeben, in den fünf Jahren vor der Umfrage körperlich oder sexuell angegriffen worden zu sein. Dies stelle einen drastischen Anstieg im Vergleich zu einer vorherigen Umfrage aus dem Jahr 2019 dar. Die FRA-Direktorin forderte "dringende Maßnahmen" ein.

Knapp 70 Prozent der Umfrageteilnehmer machten die negative Haltung und den negativen Diskurs von Politikern und politischen Parteien für den Anstieg verantwortlich.

Die FRA prangerte zudem ein "Klima zunehmender oder anhaltender Intoleranz" sowie Hasskampagnen in Onlinediensten sowie im öffentlichen Raum an. "Solche Kampagnen verbreiten Falschinformationen und schüren Hass und Gewalt" gegen intersexuelle Menschen, betonte die FRA. Intergeschlechtliche Menschen seien die einzige Gruppe innerhalb der LGBTQ+-Gemeinschaft, gegen welche die Gewalt nicht abgenommen habe.

Quelle: ntv.de, AFP

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