DZ-Bank-StudieInvestitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Rekordtief

Niedriger als in der Finanzkrise, der Corona-Pandemie oder der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs: Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf den tiefsten Stand seit mindestens 1995 gefallen, wie am Montag aus einer Studie der DZ Bank hervorgeht.
Demnach planen nur noch 52 Prozent der Unternehmen, in den kommenden sechs Monaten in ihren Betrieb zu investieren. Im Vergleich zur Herbstumfrage 2025 stagnierten die Geschäftserwartungen auf schwachem Niveau - nur 26 Prozent setzten auf Besserung und 20 Prozent erwarten sogar eine Verschlechterung, wie die Umfrage von DZ Bank und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter gut 1000 mittelständischen Firmen zeigt.
Das angespannte wirtschaftliche Umfeld verschärft demnach die Lage für die kleinen und mittleren Unternehmen. Die Belastungen durch Energie-, Rohstoff- und Materialkosten nahmen binnen sechs Monaten weiter deutlich zu. 67 Prozent der Firmen sehen Energiekosten als Problem und 57 Prozent die Rohstoff- und Materialkosten. Die Sorgen über einen Produktmangel oder verspätete Lieferungen stiegen innerhalb der vergangenen sechs Monate um 13 Prozentpunkte auf 31 Prozent. Der Kostendruck schlägt sich in den Preiserwartungen nieder: 43 Prozent der Betriebe planen der Umfrage zufolge Preiserhöhungen, nur knapp fünf Prozent rechnen mit sinkenden Preisen.