Signale aus TeheranIran kündigt Friedensverhandlungen mit den USA ab Freitag an

Die Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sollen nach Angaben aus Teheran voraussichtlich am Freitag beginnen.
"Wahrscheinlich am Freitag, an einem noch zu bestimmenden Ort, wird eine neue Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten beginnen, um eine endgültige Vereinbarung zu erreichen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Teheran.
Die USA und der Iran hatten am Sonntag die Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges verkündet. Dieses sieht unter anderem eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon vor. Die Vereinbarung, die nach Angaben aus Washington von US-Präsident Donald Trump, seinem Stellvertreter JD Vance und dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf bereits digital signiert wurde, soll am Freitag bei einer Zeremonie in der Schweiz offiziell unterzeichnet werden.
Nach Angaben des Außenministeriums in Teheran wird der Iran dabei durch seinen Chefunterhändler Ghalibaf vertreten sein. Für die USA soll Vance teilnehmen.
Die Rahmenvereinbarung sieht eine 60-tägige Phase vor, in der die USA und der Iran ein umfassendes, abschließendes Friedensabkommen ausarbeiten wollen. Dabei soll es auch um die heikle Frage des iranischen Atomprogramms gehen, dessen vollständige Einstellung die USA fordern.
Araghtschi betonte, für den Iran sei es entscheidend, dass eine Einstellung aller Kampfhandlungen in der Region erreicht werde. "Das ist vielleicht der wichtigste Punkt in dem Memorandum: die Erklärung eines sofortigen und dauerhaften Kriegsendes an allen Fronten, einschließlich des Libanon", sagte der iranische Außenminister. "Das Ende des Krieges im Libanon ist untrennbar mit der vollständigen Beendigung des Konflikts verbunden", betonte er.
Eigentlich gilt im Libanon seit dem 17. April eine Waffenruhe. Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz greifen sich ungeachtet dessen aber weiter gegenseitig an.