Kurz vor dritter GesprächsrundeIran zeigt Bereitschaft zur Einigung im Atomstreit mit den USA

Kurz vor der für Donnerstag geplanten dritten Gesprächsrunde mit den USA zeigt sich der Iran zu einer möglichst raschen Einigung bereit.
Kurz vor der für Donnerstag geplanten dritten Gesprächsrunde mit den USA zeigt sich der Iran zu einer möglichst raschen Einigung bereit. Die Regierung in Teheran sei willens, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein Abkommen zu erzielen, sagte Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi am Dienstag staatlichen Medien zufolge. Jeder Angriff der USA auf den Iran sei "ein echtes Wagnis". Die iranische Regierung sei bereit, so schnell wie möglich eine Einigung mit den USA zu erzielen.
Am Donnerstag sollen unter Vermittlung des Omans die Beratungen in Genf fortgesetzt werden. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mehrfach mit einem Angriff des US-Militärs gedroht, sollte es bei den Verhandlungen zu keinem Ergebnis kommen. Am Dienstag erklärte seine Sprecherin Karoline Leavitt, Trumps erste Wahl sei immer die Diplomatie, aber er sei bereit, notfalls auch tödliche Gewalt anzuwenden. Die USA haben bereits ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt.
Die USA verlangen vom Iran nicht nur eine vollständige Einstellung der Urananreicherung und eine Begrenzung seines Raketenprogramms, sondern auch ein Ende der Unterstützung regionaler Verbündeter - allen voran der Hisbollah im Libanon, der Hamas im Gazastreifen und der Huthi-Miliz im Jemen. Der Iran hat sich kompromissbereit hinsichtlich seines Atomprogramms gezeigt, sein Programm für ballistische Raketen aber mehrfach als rote Linie bezeichnet, die nicht überschritten werden dürfe.
In Trumps erster Präsidentschaft waren die USA 2018 einseitig aus dem 2015 geschlossenen Atomabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern sollte. Auch Deutschland war an dem Abkommen beteiligt. Der Iran sah sich darauf nicht mehr an Auflagen gebunden und forcierte seine Urananreicherung. Im Juni 2025 hatten Israel und die USA die Atomanlagen im Iran angegriffen. Nach zwölf Tagen endete der massive Beschuss mit einer Waffenruhe. Bei den Luftangriffen ist nach damaligen Angaben des Irans die wichtigste Atomanlage Fordo "ernsthaft und schwer beschädigt" worden.